Frühling, der; -s, -e erste der vier Jahreszeiten, in der die Natur wieder zu neuem Leben erwacht: ein warmer, milder, nasser, kalter, später F.; die wärmende Sonne, Luft des Frühlings; es ist, wird bald F.; der F. beginnt, geh. zieht ein, geht ins Land⌉; tote begrabene Frühlinge fangen wieder an zu grünen und zu blühen Raabe I 1,7 (Sperlingsgasse); Vom Eise befreit sind Strom und Bäche / Durch des Frühlings holden, belebenden Blick Goethe Faust I 904; /bildl./ salopp spött. hasch mich, ich bin der F. /drückt ablehnende Kritik an einer zu auffällig jugendlichen Kleidung und Haltung aus/ handgroße Broschen aus Altsilber vorm Bauch und Feldblumen im Haar -- hasch mich, ich bin der Frühling! Bredel Söhnea 129;/übertr./ geh. Blütezeit: der F. des Lebens, der Liebe; Des Minnesangs Frühling /Buchtitel/; in der Klassik erlebte die deutsche Dichtung einen neuen F.